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Veröffentlicht am in Qualitätsmanagement

Warum Organisationen auf eine ISO-9001-Zertifizierung setzen sollten

Die ISO-9001-Zertifizierung – angesehener Qualitätsnachweis auf dem Weg zur Prozessoptimierung oder nur ein teurer Dokumentationsaufwand? Welche Vorteile die Zertifizierung und die entsprechende Vorbereitung darauf einem Unternehmen bescheren, weshalb das Zertifikat selbst aber nicht das Ziel ist – das lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Die ISO 9001 stellt das weltweit populärste Managementsystem für das Qualitätsmanagement von Organisationen dar. Das entsprechende Zertifikat gilt als angesehener Nachweis für Qualität und Kundenzentrierung. Aber wie so oft ist auch bei der ISO-9001-Zertifizierung der Weg das Ziel: Aus der Vorbereitung und Implementierung normgerechter Prozesse entstehen den Organisationen Vorteile, die über die Zertifizierung hinausgehen. Bei den Verantwortlichen stehen sie aber oft nicht im Fokus. Dieser Blogbeitrag gibt einen Überblick über alle Vorteile einer ISO-9001-Zertifizierung, die sich Organisationen – jenseits des Zertifikats – mit der richtigen Herangehensweise zunutze machen können. 

 

Die Zertifizierung als Qualitätssiegel 

Der offensichtlichste Anlass für eine ISO-9001-Zertifizierung ist natürlich der Wunsch, ein entsprechendes Zertifikat vorzeigen zu können, welches den Kund:innen beweist: Sämtliche Normanforderungen werden hier tatsächlich umgesetzt, ein entsprechendes Maß an Qualität ist hier zu erwarten. Das Zertifikat dient den meisten Organisationen also als Antrieb, ein normgerechtes Qualitätsmanagement zu implementieren.  

Aber auch Geschäftspartner:innen stellen Anforderungen: Besonders in der Produktion wird das Zertifikat bei einer Zusammenarbeit oft vorausgesetzt – dann führt kein Weg an der ISO 9001 vorbei. Auch Unternehmen und Organisationen aus anderen Branchen, dem Pflegesektor beispielsweise, streben die Zertifizierung an, um sich mit diesem Qualitätssiegel von Wettbewerber:innen abzuheben und das Vertrauen von Patient:innen und Angehörigen zu gewinnen. 

 

Prozessoptimierung – ganz automatisch 

Das Ziel „Zertifizierung“ ist erreicht? Herzlichen Glückwunsch! Doch was bringt es Organisationen im Alltag außer dem Werbefaktor? Ganz klar, die Einführung normgerechter Prozesse ist mehr als nur ein Mittel zum Zweck, also zum Zertifikat. Vielmehr tragen die Normanforderungen in den Organisationen zu einer kontinuierlichen Verbesserung bei, die sich direkt auf die Rentabilität auswirkt. Wer also rein aus Zertifizierungsgründen auf die Erfüllung der Normanforderungen achtet, der sorgt schon automatisch für verbesserte Prozesse und Ergebnisse. Das spart Organisationen am Ende Geld, minimiert ihre Geschäftsrisiken und kann durch die Identifikation neuer Chancen neue Geschäfte generieren.  

 

Eine neue Unternehmenskultur 

Mit dem normkonformen und zertifizierten System steht erst einmal nur ein Grundgerüst. Aber welchen Mehrwert schafft der aufwendige Prozess, der auch ein vollständiges Handbuch umfasst, wenn dieses keiner nutzt und regelmäßig aktualisiert? Genau hier liegt das Problem: Ein Qualitätsmanagement ist nur so gut wie das Leben, mit dem es gefüllt wird. Oft führt aber ein falsches Verständnis der Norm dazu, dass genau dieser Schritt nicht gegangen wird.  

Woran liegt’s? Qualitätsmanager:innen verstehen die Norm oft als konkrete Anweisung und leiten daraus für ihre Organisation ein strenges Regelwerk ab. Der Effekt: Mitarbeiter:innen fühlen sich kontrolliert und sind genervt von dem vermeintlich sinnlosen Mehraufwand.  

Dabei könnte alles ganz anders sein, interaktiv und lebendig! Denn die Norm besteht nicht aus Anweisungen, sondern Leitplanken: Diese schaffen den Rahmen, innerhalb dessen eine Organisation ihre eigenen Prozesse finden muss. Und wie diese aussehen, wissen Mitarbeiter:innen selbst am besten. Qualitätsmanager:innen nehmen in diesem Szenario eine moderierende Rolle ein und dokumentieren die Ergebnisse. So sehen alle Teammitglieder den direkten Nutzen für ihren Arbeitsalltag, und es wird für sie viel einfacher, Verbesserungen für sich und die Organisation zu umzusetzen. Nebenbei sorgt diese Herangehensweise für den Abbau von Hierarchien – und damit für eine höhere Motivation. 

 

Fazit 

Eine Zertifizierung nach ISO 9001 anzustreben, ist der erste und wichtigste Schritt zu einem gelungenen Qualitätsmanagement. Die Norm bietet den idealen Rahmen, um ein zuverlässiges System aufzubauen, das für Sicherheit, Belastbarkeit und Produktivität sorgt. Der nachweisbare Standard schafft Vertrauen bei den Kund:innen und ist oftmals die Grundlage für neue Geschäftsbeziehungen.  

Den wahren Wert ihres Qualitätsmanagementsystems erkennen Organisationen aber, wenn sie es passgenau auf sich abstimmen, interaktiv gestalten und es von den Mitarbeiter:innen mit Leben füllen lassen: Nicht nur Verbesserungspotenzial lässt sich auf diese Weise am besten erkennen und nutzen. Transparente Prozesse, flache Hierarchien sowie das Prinzip der Partizipation schaffen auch eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter:innen gerne arbeiten. 

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Credits: Jason Goodman / Unsplash